Mittwoch, 14. Januar 2009

... kauft nicht bei....

ver.di berichtet in der Novemberausgabe der ver.di Publik über erschreckende Arbeitsbedingungen im Discounter Norma.
 
 
Dort wird über 12-Stunden-Arbeitstage ohne Pausen berichtet. Der Tenor: "Bei Norma, der Nummer 6 unter den Lebensmittel-Discountern, herrschen vielerorts Arbeitsbedingungen, die an Sklaverei erinnern". "Billig auf Kosten der Beschäftigten".

Nachdem in der Filiale Coburg der erste bundesweite Betriebsrat von Norma gewählt wurde, setzte die Geschäftsleitung die Beschäftigten unter Druck. Anfang Oktober unterzeichnete der gewählte Betriebsrat einen Aufhebungsvertrag und verpflichtete sich, keine Erklärungen zu Norma abzugeben.
Der zuständige ver.di-Sekretär: "Nach der Betriebsratswahl wurde die Filiale mit Kontrollen überzogen. Es gab Abmahnungen, der Zahl der Beschäfttigten wurde von elf auf fünf reduziert, gleichzeitigt hat man die Öffnungszeiten verlängert." Beschimpfungen und Drohungen gehörten zum Umgangston.
 
"Bei Norma sind 365 Euro Umsatz pro Personalstunde Pflicht.

Eine Beschäftigte aus einer bayrischen Kleinstadt beschreibt, was nach Abgabe ihrer Krankmeldung passierte:
"Telefonterror im Zehn-Minuten-Takt. Ich sollte meine Krankmeldung zurücknehmen, da ich sonst meine Kündigung riskiere. Kurz vor 22 Uhr klingelte es, da stand der Bezirksleiter vor der Tür." Er behauptete, die Frau sehe kerngesund aus, er könne die Krankmeldung nicht akzeptieren.

Eine Berliner Norma Beschäftigte berichtet, dass bei 12- oder 14-Stunden-Schichten lediglich zehn Stunden bezahlt werden.

Inhaber des Unternehmens ist Manfred Georg Roth. Es besitzt z. Zt. etwa 1200 Filialen, die einen Umsatz von 3,1 Mrd. generieren.

Wieder ein Unternehmen, das ohne Eingriff der zuständigen Behörden, in unserem Kapitalfaschismus frei agieren darf und fortlaufend gegen Menschenrechte verstößt. Es scheint so, dass nur durch intensiven Boykott und gezielte Direkte Aktionen gegen diesen Konzern, Verbesserungen erreicht werden können.
 
Ich kann vieles hiervon bestätigen und Euch nur empfehlen genau hinzusehen wo Ihr was kauft.
Prinzipiell wird es schwierig korrekt zu handeln da im Lebensmittelbereich selten rosige Umstände herrschen. Mann muss aber nicht die grössten Sklaventreiber unterstützen !
 

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