Montag, 23. August 2010

Mittwoch, 18. August 2010

Montag, 16. August 2010

Alpenbrevet 2010


Meiringen, 14.08.2010 6.45 Uhr

Mrs. Robinson von Simon and Garfunkel entlässt uns am Samstagmorgen von Meiringen aus auf die Runde des Alpenbrevets.

Von den 1500 gemeldeten Startern haben sich 1200 entschlossen trotz des grausamen Wetters zu starten. Dicke Wolken hängen über Meiringen und den Bergen. Laut dem Startsprecher soll es bis zum Nachmittag trocken bleiben. Nach knappen 40 Minuten im Sustenpass hat sich das erübrigt. Ich ziehe meine Regenjacke an. Übrigens nicht zum letzen mal am heutigen Tage. Es regnet nicht schlecht. Der Anstieg geht flüssig dahin und der Blick nach unten zeigt eine lange Perlenschnur von Radfahrern. 4 KM vor der ersten Passhöhe ziehe ich klatschnass die Jacke wieder aus - die Morgensonne schaut mal raus und heizt uns ein.

Der Aufenthalt am Sustenpass beschränkt sich auf das Füllen der Trinkflaschen und einige Gel´s in die Taschen stecken. Zum gemütlichen Verweilen ist es zu kalt.

Auf der Abfahrt, die durch den Regen eh recht langsam ist, wird der Verpflegungskram aufgearbeitet.
Der anschliessende Anstieg nach Andermatt ist nervig - durch die Sperrung des Grimselpasses und die damit veränderte Route des Alpenbrevet´s, stecken wir mitten im Ferienverkehr. In Andermatt schon wieder eine Verpflegungsstation - ich habe keinen Hunger - Flaschen voll und weiter auf den Gotthard. Auf 2100 Meter Höhe ungemütliche 6 Grad. Keine Lust zu Essen aber trotzdem ein kurzer Aufenthalt.

Durch die Grimselsperrung ist die Goldtour zu einer hin und zurück Strecke verkommen. Meiringen - Susten - Gotthard - Airolo - Gotthard - Susten - Meiringen. Nicht so prikelnd, aber es Bedarf halt schneller Lösungen bei solch einem Wetterumschwung. Die Ankunft in Airolo, nach der Abfahrt über die kopfsteingepflasterte Tremolastraße, dann um 11.35 Uhr. 20 Minuten zu spät um auf die Platinrunde abzubiegen.

Kein Drama bei diesen Wetterverhältnissen - es hatte mich nicht mehr wirklich ins Tessin gezogen.

Durch die Stärkung am Gotthard noch voll, habe ich die Kontrolle in Airolo ausgelassen und bin gleich wieder gen Gotthard Passhöhe aufgebrochen. Die letzten Kilometer waren geprägt von Nebel, Kälte und Regen. Die Tremolastrasse zum Gotthard hoch ist das schlimmste was ich je gesehen habe und gefahren bin. Das Rad rollt keinen Meter auf dem Kopfsteinpflaster. Ein elendiges gegurke, erlösend nur wenn ab und an mal die Regenrinne geteert ist. Der sonst grandiose Ausblick auf die Bergwelt blieb uns im grossen und ganzen ja auch vorenthalten.

Die relativ trockene Abfahrt nach Andermatt und weiter Richtung Wassen verlief meist auf der linken Spur. Vorbei an den sich endlos stauenden Urlauberautos.

Am Einstieg zum Susten dann den Ipod installiert und die Jacke ausgezogen. 3 Powergels später ging die Hatz los. Das erste mal seit langem am Schlußanstieg noch richtig Druck. Stück für Stück die Kollegen eingesammelt. Bis zur Passhöhe waren es bestimmt 40 Mann die aufgearbeitet wurden.

Auf der Sustenpasshöhe fing es dann auch schön zu Regnen an. Knappe 6 Grad. Das letzte mal die Jacke an und in die Abfahrt. Nasse Strasse, gute Sicht. Wer sagt das man mit Lightweight´s bei Nässe keinen Berg runterkommt? Durch die Kälte und das Wetter wollte ich nur noch ins Ziel. Gebremst wurde selten. Somit sind auf der Abfahrt auch noch 4 Mann kassiert worden.

Im Ziel dann fertig und froh, die Platintour wäre heute eine Nummer zu groß gewesen, zumal bei dem Wetter.
Die Veranstaltung war Klasse organisiert, die Verpflegung war Bestens, nur der Verkehr auf der Strecke ist äusserst grenzwertig.

Als Vorbereitungsausfahrt zum Ötzi war der Alpenbrevet somit optimal. Mal sehen was uns in zwei Wochen so alles erwartet.

Trotzdem schon irgendwie verwunderlich - die originale Platinstrecke kommt wirklich selten zum Einsatz. Vor einigen Jahren bei der Premiere mit Björn und Wolle hat uns der Schnee dazwischengefunkt.

Verwunderlich "2" - irgendwie schmerzen die Beine garnicht nach dem Marathon? Sollte ich mich zu sehr geschont haben am Samstag ?

Tststs...... to be continued

Bluemotion

4,2 Liter standen nach den knapp 1100 KM, Meiringen und zurück, auf der Tankuhr.
 
Net schlecht für den vollgepackten Kombi.